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08.09.2010

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Shanghai: Shirov und Kramnik lösen Ticket nach Bilbao
Schon gestern nach seinem Partiegewinn gegen Wang Hao stand Alexei Shirovs
Turniersieg beim Shanghai Masters vorzeitig fest. Heute ging es in der
Schlussrunde vor allem darum, wer den Spanier zum Finale nach Bilbao begleiten
darf. Nachdem Vladimir Kramnik in der gestrigen 5.Runden Levon Aronian besiegen
konnte, zog er mit dem Armenier in der Tabelle gleich. Aronian konnte heute
gegen Shirov mit Schwarz im Marshallangriff keinen Boden gut machen und auch
Kramnik begnügte sich trotz Weißvorteils gegen Wang Hao mit der Punkteteilung.
Nun musste ein Stichkampf entscheiden. Kramnik und Aronian gewannen je eine
Partie. Dann setzte sich der Exweltmeister schließlich in der
"Armageddon-Partie" durch. Josu Fernandez und María del Mar Asensio
verabschieden sich aus der Shanghai mit spektakulären Aufnahmen.
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Shanghai, Endstand, alle Partien... |
08.09.2010

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Fritz Baumbach wird 75
Fritz Baumbach ist einer der Sportler, der die letzte Sportmedaille der DDR errungen hat. Im Jahr 1995 erhielt die DDR-Fernschachmannschaft nämlich die Bronzemedaille für eine Fernschacholympiade, die acht Jahre begonnen hatte. Schach ist eben manchmal dauerhafter als Staaten und eine Fernschachpartie nimmt gelegentlich schon einmal etwas Zeit in Anspruch. Die längste Partie, die Fritz Baumbach je gespielt hatte, dauerte fünf Jahre und elf Tage. Nachdem diese Partie remis endete, war Baumbach der 11. Fernschachweltmeister - bei Weitem aber nicht der einzige Titel, den der Fernschachgroßmeister je errungen hat. Zu diesen gehört beispielsweise auch die DDR-Einzelmeisterschaft - und zwar im Nahschach. Heute wird Fritz Baumbach 75 Jahre alt und Schach ist immer noch einer seiner Lebensmittelpunkte. Sofern die Zeit es ihm erlaubt. Der Jubilar ist nämlich immer noch als Patentanwalt berufstätig. Dagobert Kohlmeyer sprach mit dem deutschen "Fernschachpapst" über Erfolge und kuriose Begebenheiten.
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08.09.2010

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Tereick gewinnt in Eupen
Tereick und Hautot siegen in Eupen
Ende August fand in Eupen ein Normenturnier für den IM-Titel statt. Organisator war der Schachverband der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, der zusammen mit den Schachfreunden im Grenzgebiet von Deutschland einen florierenden grenzübergreifenden Schachaustausch pflegt. Zehn Spieler nahmen teil, die ungeachtet ihrer nationalen Herkunft zumeist in Diensten der umliegenden Schachvereine stehen. Am Ende waren Benjamin Tereick und Stephane Hautot erfolgreich und konnten die gewünschte IM-Norm verbuchen. Benjamin Tereick (Bild) trug sich zudem als Turnierseiger ein.
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07.09.2010

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Neu: Jan Gustafsson im Web
"Kann man Schach vermarkten?", lautete eine Frage, die im Zusammenhang mit
dem Honorarstreit des Deutschen Schachbundes mit seinen A-Nationalspielern
diskutiert wurde. Die endgültige Antwort zu dieser Frage steht noch aus. Der
deutsche Spitzenspieler Jan Gustafsson hat für sich persönlich allerdings schon
einmal gute Voraussetzungen geschaffen. Am letzten Freitag besuchte der
Hamburger Großmeister seine Lieblings-Schach-TV-Sendung im Internet "TV
ChessBase" und stellte dort u.a. seine neue Webseite vor. "Wer als Schachspieler
professionell arbeiten will, braucht auch eine professionelle Visitenkarte",
begründete Gustafsson seinen neuen Webauftritt. Im Internet spielt "Gusti" damit
nun in der gleichen Liga wie die Profi-Fußballer. Seine Agentur ist die gleiche,
die z.B. auch schon den Webauftritt von Manual Neuer gestaltet hat.
GM Jan
Gustafsson...
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07.09.2010

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"Schach, Ringen, Gewichtheben"
Bekanntlich haben z.B. Schach und Boxen oder auch Schach und Fußball vieles
gemeinsam - behaupten zumindest Boxer und Fußballer. Aber auch Schach und
Gewichtheben haben zumindest eine Gemeinsamkeit: Beide Sportarten sind populärer
als Fußball - in Aserbaidschan. Mit Mamedyarov, Radjabov und Gashimov hat das
kleine Land (9 Mio. Einwohner) drei Spieler in der Riege der Supergroßmeister
untergebracht, während das große "Schachland" Deutschland in den letzten 20
Jahren keinen einzigen Weltklassespieler mehr hervor gebracht hat. Wie ist das
möglich? Vermutlich mit Geld und einer guten Ausbildung. Geld fließt in
Deutschland stattdessen in großer Menge in den Fußball. Deshalb sieht
Aserbaidschans Fußballnationaltrainer Berti Vogts sein Team im heutigen
Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Aserbaidschan ohne Chance.
Vielleicht kommt es ja auch bei der nächsten Schacholympiade in Khanty-Mansiysk
zum Aufeinandertreffen der beiden Länder - dann aber unter umgekehrten
Vorzeichen. Immerhin steht Vogts heute sein A-Team zur Verfügung.
Vogts in der FAZ...
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07.09.2010

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Shanghai: Shirov zieht durch
Eine Runde vor dem Ende steht Alexei Shirov beim Shanghai Masters schon als
Sieger fest. Mit den schwarzen Steinen hatte der Spanier heute gegen Wang Hao
erneut in einer wilden Partie das bessere Ende für sich. Der Chinese stand
wieder sehr aussichtsreich und brachte im Königsangriff ein Qualitätsopfer, das
aber nur zum Remis reichen sollte. Doch statt Dauerschach zu geben, spielte Wang
Hao weiter auf gewinn und unterlag dann im Endspiel dem hellwachen Shirov. Auch
Vladimir Kramnik kam heute zum ersten vollen Punkt gegen Aronian, den er damit
in der Tabelle einholte. Die besten Zwei qualifizieren sich für das Final in
Bilbao, wo sie auf Anand und Carlsen treffen. Das Shanghai Masters bietet
Spielern und Journalisten auch Gelegenheit, eine der dynamischsten Städte der
Welt näher kennen zu lernen. Josu Fernandez und seine baskischen Schachfreunde
haben die Eindrücke in Bildern fest gehalten.
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Schachspielen wie Shirov...
Tabelle, Partien, Shanghai... |
07.09.2010

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Nepomniachtchi gewinnt Higher League
Mit 7 Punkten aus 10 Runden gewann Ian Nepomniachtchi das "Higher League"-Turnier
in Irkutsk. Der Wettbewerb wurde mit 48 Spielern als Qualifikation zum
"Superfinale" der Russischen Meisterschaft ausgetragen. Außer dem Sieger
qualifizierten sich Denis Kismatullin, Vladimir Potkin, Vadim Zvjaginsev und
Igor Kurnosov für die Endrunde. Ein zur gleichen Zeit in St. Petersburg
durchgeführtes Qualifikationsturnier der Frauen (hier: "Major League") wurde von
Nazi Paikidze gewonnen.
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06.09.2010

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Georg Meier gut in Form
Die Elo-Kurve Georg Meiers, 23 Jahre alter Großmeister aus Trier und Nummer
2 der Deutschen Rangliste, zeigt kontinuierlich nach oben. Im Juli 2001 hatte
er eine Elo-Zahl von 2074, zehn Jahre später kommt er auf 2659 Punkte.
Beim Kategorie 10 Turnier im belgischen Antwerpen könnte Meier seine Zahl
noch weiter in die Höhe schrauben. Als Nummer Eins der Setzliste ist er
gut ins Turnier gestartet und liegt nach drei Runden mit 2 Punkten zusammen
mit drei weiteren Spielern an der Spitze. Die Nummer Zwei der Setzliste, GM
Ivan Sokolov, tut sich deutlich schwerer. Mit einer Niederlage und zwei Remis
bleibt er bislang hinter den Erwartungen zurück.
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Georg Meiers Rating-Chart...
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06.09.2010

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Schwungvoller Shirov
Sein gestriger, glücklicher Sieg gegen Wang Hao hat Alexei Shirov offensichtlich
inspiriert. In der vierten Runde griff er mit Weiß zum Nimzo-Inder mit
4.f3, einer Variante, die Shirov Ende der 80er Jahre populär gemacht hat,
und schon in der Eröffnung kam es zu hübschen taktischen Verwicklungen.
In denen fand sich Shirov besser zurecht als Kramnik, der im 38. Zug aufgeben
musste. Da sich Levon Aronian und Wang Hao Remis trennten, übernahm Shirov
mit 3 Punkten aus 4 Partien die Tabellenführung. Einen halben Punkt hinter
ihm liegt Aronian, dann folgt Kramnik mit 1,5 Punkten auf Platz 3. Da nur noch
zwei Runden zu spielen sind, haben Shirov und Aronian sehr gute Chancen, sich
für die zweite Hälfte des Turniers zu qualifizieren, die am 9. Oktober
in Bilbao beginnt.
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06.09.2010

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Am falschen Grab geweint
190 Teilnehmer, sieben Runden - das Nürnberger LGA-Open versprach Spannung
bis zum Schluss. Doch trotz sehr breiter Spitze gab es am Ende einen Alleinsieger:
Lubomir Ftacnik. Der slowakische Großmeister, der seit 1992 für den
HSK in der Bundesliga spielt, holte sechs Punkte aus sieben Partien und ließ
damit 15 Spieler mit je 5,5 Punkten hinter sich. Vielleicht war es die gute
Organisation und die gute Atmosphäre des Turniers, die Ftacnik beflügelt
hat. So erklärte er bei der Siegerehrung: "Ich habe eine Beschwerde.
Es gibt zuwenig Turniere dieser Klasse. Aber ich weine am falschen Grab."
Georgios Souleidis schickt einen Bericht und viele Bilder von einem der attraktivsten
Turniere Deutschlands.
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