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16.03.2010

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Nach Hause...
Wir sind es gewohnt, als ersten Schachweltmeister Wilhelm Steinitz anzusehen und die Geschichte der Schachweltmeisterschaften somit 1886 beginnen zu lassen. Auch wenn man noch einige inoffizielle Vorweltmeister mit einbezieht, ist dies dennoch nicht die ganze Geschichte. Berücksichtigt man nämlich den unmittelbaren Vorläufer des Schachs, das persische Shatranj, dann ist die Geschichte des "professionellen" Schachs bedeutend älter. 847 gab es die erste Weltmeisterschaft, bei der ad-Adli von ar-Razi herausgefordert und besiegt wurde. Shatranj-Bücher gab es schon lange vorher, die Taktik oder die Kunst der Eröffnungen behandelten. Selbst Titel, die dem heutigen Großmeister oder Internationalen Meister entsprechen, waren geläufig. Wenn also am 4.April erneut das Dubai-Open beginnt, dann kommt "Schach wieder nach Hause", meint Dr. René Gralla.
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16.03.2010

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London: Sergio „The Phoenix“ Leveque schlägt Hubert Van Melick im Schachboxen
Die Schachbox-Saison hat begonnen. In London wurde am Samstag eine
Kampfpartie (sagt man so?) zwischen dem Italiener Sergio „The Phoenix“
Leveque und dem früheren Banker Hubert Van Melick ausgetragen. "The
Phoenix", der sich nach einem schweren Motorradunfall wieder körperlich nach
oben gekämpft hat, setzte sich am Schachbrett durch und entschied den
Wettkampf durch Matt. Kommentator war übrigens IM Malcolm Pein. Beim
Schachboxen werden elf Runden ausgetragen, fünf im Boxen und sechs im
Schach. Laut Schachbox-Promotor Iepe Rubingh wurden bisher alle Matches in
den Schachrunden entschieden. Der Kampf in London war der Auftakt von
insgesamt fünf Events, die in diesem Jahr in London stattfinden.
Video bei
Spiegel-online...
Video bei Focus-online...
WCBO...
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16.03.2010

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Dominanz des Läufers
Mit großer Kampfbereitschaft holte der 18-jährige Niclas Huschenbeth als Nr. 16 der Startrangliste mit 7 von 9 Punkten bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Liebenzell den Titel. Karsten Müller hat eines der Endspiele des neuen Deutschen Meisters für ChessBase Magazin Online ausgewählt und analysiert. Auch dieses Endspiel zeigt, dass der junge Hamburger, der im Turnier insgesamt sechs Remisangebote seiner Gegner ausschlug, seine Partien lieber bis zur letzten Chance weiterspielte. Mit Erfolg, denn auch hier erzielte er mit Schwarz noch den vollen Punkt, obwohl Weiß durchaus Remischancen hatte. Das Ende der Partie aber zeigt deutlich die Dominanz des Läufers.
ChessBase Magazin Online...
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15.03.2010

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Führungswechsel in Rijeka
In beiden Europameisterschaften gab es nach der heutigen 9. Runde einen Wechsel
an der Spitze. Ian Nepomniachtchi schlug Baadur Jobava im Spitzenspiel und
übernahm mit 7,5 Punkten die alleinige Führung. Sieben Spieler bilden mit einem
halben Punkt Rückstand die Verfolgergruppe. Arkadij Naiditsch ist nach Remis auf
Platz 22 weiterhin bester Deutscher. Daniel Fridman und Rainer Buhmann verloren
ihre Partien, während Jan Gustafsson mit einem Sieg Boden gut machte. Bei der
Fraueneuropameisterschaft entschied Victorija Cmilyte die Spitzenpartie gegen
Monika Socko für sich und liegt nun mit 7,5 Punkten alleine in Führung.
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15.03.2010

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Nizza: Carlsen gibt Gas
Nach seinem Fehlstart - 0:2 gegen Ivanchuk - gibt Magnus Carlsen beim
Amberturnier in Nizza ordentlich Gas. Gestern gab es ein 2:0 gegen Aronian.
Heute wurde Svidler mit dem gleichen Ergebnis besiegt. Dabei war der junge
Norweger zu Beginn der Runde etwas desorientiert und glaubte mit Weiß beginnen
zu dürfen. Doch Svidler klärte den Weltranglistenersten darüber auf, dass die
Farbverteilung umgekehrt sei. Genutzt hat dem St. Petersburger der Vorteil der
weißen Steine zum Beginn allerdings nichts. Die Partie gegen Carlsens Drachen
gab er in eher undurchsichtiger Stellung auf.
Ebenfalls zu einem 2:0 kam Aronian gegen Smeets. Ivanchuk und Kramnik holten 1,5
Punkte.
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15.03.2010

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Nach dem Ruhetag
Am Abend des 7. Spieltages luden die Organisatoren der Europameisterschaft die Spieler zu einer Party in die Hemingway-Bar. Manche waren ganz froh, dass der nächste Tag als Ruhetag deklariert war. In Runde Acht schlug Baadur Jobava im Spitzenspiel Zoltan Almasi und übernahm die alleinige Tabellenführung. Im Frauenturnier teilen sich Monika Socko und Victorija Cmilyte die Tabellenführung. Für Gesprächsstoff am Rande des Turniers sorgten die angekündigten Kandidaturen von Anatoly Karpov für die nächste Wahl zum FIDE-Präsidenten sowie Silvio Danailov und Ali Nihat Yazici als ECU-Präsident. Dejan Bojkov berichtet aus Rijeka.
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15.03.2010

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Interview mit Magnus Carlsen im Spiegel
"Zu intelligent, um Schachweltmeister zu werden," urteilt Magnus Carlsen in
einem Interview, das in der heutigen Ausgabe des Spiegels erschien, über
John Nunn. Der englische Großmeister hätte neben dem Schach zuviel andere
Interessen gehabt. Er selber halte sich nicht nicht für außerordentlich
intelligent und vor allem nicht für ein Genie. Zudem sei er eher faul und
chaotisch. Neben dem Schach versuche der Norweger noch ein anderes Leben zu
führen, um sich in der Welt des Schachs nicht zu verlieren. Den Umstand,
dass er schon mit 13 Jahren Großmeister wurde, führt der heutige
Weltranglistenerste darauf zurück, dass erschon sehr früh mit Hilfe des
Computers trainieren konnte. Schach hatte Carlsen von seinem Vater, einem
ambitionierten Clubspieler gelernt. Sein erstes Ziel war, seine ältere
Schwester Ellen zu schlagen.
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15.03.2010

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Danailov und Yazici melden Kandidatur als ECU-Präsident an
Silvio Danailov, Manager von Veselin Topalov und Ivan Cheparinov, und Ali
Nihat Yazici, Präsident des türkischen Verbandes haben am Rande der
außerordentlichen Versammlung der ECU-Delegierten in Rijeka ihre Kandidatur
für die nächste Wahl des Präsidenten der European Chess Union angemeldet.
Während der Wunsch von Ali Nihat Yazici, dieses Amt zu bekleiden und den
amtierenden Präsidenten Boris Kutin abzulösen, in ECU-Kreisen schon länger
bekannt ist, kommt die Kandidatur von Silvio Danailov etwas überraschend. In
Video-Interviews, die Robert Fontaine für Europe-Echecs aufgenommen hat,
erläutern die beiden Kandidaten ihre Position und ihr Programm. In jedem
Fall wird alles viel besser und seriöser. Auch Anatoli Karpov hat in einem
Interview zu seiner Kandidatur für das Amt des FIDE-Präsidenten Stellung
bezogen. Die Sonderversammlung der ECU-Delegierten war wegen umfangreicher
Satzungsänderungen notwendig.
Video-Interviews mit Danailov und Yacizi (Europe-Echecs)...
Interview mit
Karpov (Europe-Echecs)...
Neue Regeln der
ECU...
Weitere Impressionen... |
15.03.2010

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"Schachkönig mit 18"
Niclas Huschenbeth gilt als größtes Hamburger Schachtalent seit Jan
Gustafsson. In einem Punkt hat er seinen Vorgänger allerdings schon
überflügelt. Während "Gusti" bisher zweimal "nur" Vizemeister wurde, hat
Huschenbeth mit 18 Jahren schon den Deutschen Meistertitel gewonnen. Für
einem Artikel des Hamburger Abendblatts, verriet er das Geheimnis seines
Erfolges: "Ich habe jede Partie bis zum letzten Stein ausgekämpft und
sechsmal die Remisangebote meiner Gegner abgelehnt." Außerdem hat er sich
vor dem Turnier für 900,- Euro ein neues Notebook gekauft. "Das hat sich
voll ausgezahlt", wird Huschenbeth im Abendblatt zitiert. In der Tat: Das
Preisgeld für den Titel beträgt 6000 Euro.
Artikel im Hamburger Abendblatt...
Schachkönig mit 18...
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15.03.2010

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Schachspieler auf der Flucht
Die Augsburger Allgemeine berichtet von einem Betrugsversuch beim Bad
Wörishofen Open. Ein Spieler, Teilnehmer im Seniorenturnier, zog sich so
auffällig oft auf die Toilette zurück, dass seine Gegenüber und der
Schiedsrichter stutzig wurden. Auf der Toilette wurde dann aus Nachbarkabine
beobachtet, wie der Spieler mit Hilfe eines Schachprogramms auf seinem
Mobiltelefon seine laufende Partie analysierte. Nach der Rückkehr zu seinem
Platz ließ sich Hauptschiedsrichter Christian Krause das Mobiltelefon
aushändigen. Als der Schiedsrichter es näher inspizieren wollte, riss der
Spieler es ihm aus der Hand und ergriff die Flucht. Bemerkenswert: Im
Seniorenturnier gibt es keine Geldpreise. Der Antrieb für den Betrug war
reine Profilneurose. Sieger des Opens wurde Vladimir Malanjuk.
Artikel in Augsburger Zeitung...
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14.03.2010

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Rijeka: Jobava alleiniger Spitzenreiter
Nach dem gestrigen Ruhetag nahm die Europameisterschaft in Rijeka heute mit der
8. Runde wieder ihren Betrieb auf. Am Spitzentisch feierte Baadur Jobava einen
Sieg gegen Zoltan Almasi. Der Georgier übernahm dadurch die alleinige Führung,
da Zahar Efimenko gegen Vladimir Akopian remis spielte. Arkadi Naiditsch gewann
gegen Pavasovic und belegt mit 5,5 Punkten als bester der deutschen Spieler nun
Platz 18. Georg Meier spielte remis und hat nun 5 Punkte auf dem Konto. Auf die
gleiche Punktzahl kommt Rainer Buhmann nach seinem Sieg über Miron. Seine
erste Niederlage musste Jan Gustafsson (4,5 P.) hinnehmen. Daniel Fridmann
(heute remis) weist die gleiche Punktzahl auf. Einen weiteren Sieg gegen einen
Großmeister feierte Mathias Womacka (5 P.). Bei der Europameisterschaft der
Frauen hat Victorija Cmilyte Monika Socko an der Spitze eingeholt (beide 6,5
P.). Elisabeth Pähtz ist mit 4,5 Punkten 54te.
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14.03.2010

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Amber: Carlsen macht Boden gut
Nach dem gestrigen 0:2 gegen Vassily Ivanchuk machte Magnus Carlsen heute gegen
Levon Aronian Boden gut, indem er beide Partien gewann. Als 2:0 Sieger trug sich
auch Boris Gelfand ein, der seinen Mini-Wettkampf gegen Vugar Gashimov gewann.
Schließlich beendete auch Vladimir Kramnik seinen Wettkampf gegen Lenier
Dominguez als Sieger, mit 1,5:0,5. Die übrigen Wettkämpfe endeten allesamt mit
1:1 durch Remisen in beiden Disziplinen. Ivanchuk und Ponomariov bleiben in
Führung. Mit 11 Sekunden Vorsprung gewann zudem Alberto Contador seinen
Wettkampf in Nizza - im Radrennfahren. Heute war letzter Tag der Fernfahrt
Paris-Nizza mit Zielankunft unweit der Promenade Anglais.
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Ergebnisse, Tabellen, Partien, Bilder... |
13.03.2010

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Karpov will FIDE-Präsident werden
Auf einer Presseerklärung anlässlich seines Besuches seines Besuches bei der
Europameisterschaft in Rijeka hat Anatoly Karpow heute seine Kandidatur für das
Amt des FIDE-Präsidenten angekündigt. Die Wahl findet auf dem nächsten
FIDE-Kongress während der Schacholympiade in Khanty-Mansiysk statt. Karpov sieht
es als vordringliche Aufgabe an, den Reputation der FIDE zu verbessern. Ob die
Kandidatur des 12. Weltmeisters von Erfolg gekrönt sein wird, hängt davon ab, ob
es ihm geling die Unterstützung des russischen Verbandes zu finden.
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13.03.2010

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Amber: Ivanchuk und Ponomariov mit dem besten Start
Mit 0:2 zog Magnus Carlsen zum Auftakt des 19. Amberturniers heute gegen Vassily
Ivanchuk den Kürzeren. Der Ukrainer nimmt folgerichtig die Spitzenposition in
der Tabelle ein, die er mit seinem Landsmann Ruslan Ponomariov teilt. Dieser
hatte sich mit dem gleichen Resultat gegen Boris Gelfand durchgesetzt und war
besonders stolz, weil er hier seine erste Blindpartie überhaupt gespielt und
auch gleich gewonnen hatte. Zu positiven Gesamtergebnissen kamen außerdem
Svidler gegen Smeets und Gashimov gegen Dominguez.
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Partien und Impressionen... |
13.03.2010

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Niclas Huschenbeth: Mit 18 Jahren Deutscher Meister
Die Überraschung ist perfekt. Niclas Huschenbeth, 18-jähriger Schüler aus
Hamburg, ist Deutscher Meister. Als 16ter der Setzliste gestartet, hat sich der
junge IM nach einer Niederlage in Runde 3 allmählich nach oben gekämpft und
holte gestern Tabellenführer Igor Khenkin ein. Während Khenkin heute im 14.Zug
in die Punkteteilung einwilligte und die Entscheidung über den Titelgewinn aus
der Hand gab, gewann Huschenbeth mit den schwarzen Steinen auch seine letzte
Partie und wurde Deutscher Meister.
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